| ||||||||||||||||||||
|
|
Traditionelle Bauweise eines Norris-Hobels:
Bei
den traditionellen Norris Hobeln wird der Hobelkörper aus Platten, die dann
durch eine Zinkenverbindung miteinander verbunden werden, aufgebaut. Diese
Zinken werden etwas hinterschnitten, um dann in diesen Hohlraum (durch
Kaltumformung des Metalles ) mit dem Hammer das Metall hineinzutreiben. Dadurch
sind dann alle 3 Platten formschlüssig in alle Richtungen miteinander
verbunden. Um die Parallelität der beiden Aussenplatten zu gewährleisten
werden diese durch die Griffe (die man als Infill bezeichnet) durch Querbolzen
miteinander verbunden.
Die
Norris-Hobel gelten als die besten Hobel nach westlicher Bauweise. Um nun in den
Genuß eines solchen Hobels zu kommen gibt es folgende Möglichkeiten:
Mein
Eigenbau: Weiterentwicklung des Norris-Hobels Konstruktion: Um
den Hobel fertigen zu können, war es zuerst notwendig die Fertigungszeichnungen
zu erstellen. Ich habe den Hobel auf einem CAD-System 3-dimensional konstruiert.
Hierbei ist die Konstruktion parameter-gesteuert, so dass sich jederzeit durch
Editieren der Maße die Konstruktion verändern lässt (z.B. Winkel des Eisens
oder die Eisenbreite etc.), durch Verknüpfen der Maße untereinander ist gewährleistet,
dass die Teile immer zusammenpassen.
Die
Einzelteilzeichnungen werden dann automatisch aus dem 3D-modell generiert. Fertigung des HobelkörpersDa
ich die Möglichkeit hatte, den Hobel aus dem vollen Material (Werkstoff S235JR)
fräsen zu lassen, blieb mir das Sägen und Feilen der traditionellen Bauweise
erspart, was sicherlich auch seinen Reiz hat.
Das
Fräsen aus dem vollen Material sorgt für eine hohe Steifigkeit des Hobelkörpers.
Die Befürchtung, dass sich der Hobelkörper beim Fräsen verzieht (da er nicht
spannungsarm geglüht war) hat sich glücklicherweise nicht erfüllt.
Um eine hohe Oberflächengüte, Ebenheit und Winkligkeit zu erzielen, wurde der Hobelkörper nach dem Fräsen mit eingebauter Schiebeplatte auf einer Flachschleifmaschine geschliffen. Das Hobelmaul kann durch eine Schiebeplatte genau eingestellt werden. Fixiert wird die Schiebeplatte durch Schrauben, die durch den vorderen Griff gesteckt werden
Fertigung der Griffe
Das
Eisen liegt auf dem Holzinfill (Griff hinten) auf, was für eine gute Dämpfung
der Vibrationen sorgt. Der Griff besteht aus einem Mittelteil, auf das ich dann
die Seitenwangen aufgeleimt habe. Der Griff wird durch einen Querbolzen und
durch 3 Schrauben, die durch den Boden geschraubt werden, mit dem Hobelkörper
fixiert. Damit die Eisenkante und die Schräge des Holzgriffes, auf der das
Eisen aufliegt, genau fluchten, musste ich den Griff mehrmals aus und
wiedereinbauen, wo bei ich jeweils vorsichtig immer wieder etwas Holz von der
Schräge mit einem Hirnholzhobel entfernt habe. Als Holz für die Griffe habe
ich Padouk verwendet. Leider ein Tropenholz, aber sehr formstabil, hart und gut
zu bearbeiten. Allerdings hat man bei der Bearbeitung nachher überall den roten
Staub hängen. Hier ist eine ausführliche Beschreibung für die Herstellung des Griffes
Der
Verstellmechanismus: Ich
habe den originalen Norris-Verstellmechanismus für die Eisenzustellung und
laterale Einstellung etwas abgewandelt.
Die
Stellschraube hat ein Feingewinde M8x0,5 und ein Innengewinde M5x0,35, so dass
eine Schraubenumdrehung für eine Zustellung des Eisens von 0,15mm erzeugt.
Die
Stellschraube wird mit ihrem Aussengewinde durch einen Messingzylinder
geschraubt. Für
diesen Messingzylinder habe ich mit einem Forstner-Bohrer ein Loch in den
Holzgriff gebohrt, so dass der gesamte Verstellmechanismus um den
Messingzylinder geschwenkt werden kann, um die Winkeleinstellung des Eisens
vornehmen zu können. Die Führung im Holzgriff ist erstaunlich spielfrei.
Als
Hobeleisen habe ich das Lie-Nielsen Eisen mit 60mm Breite verwendet.
|
|
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an:
RoSchmid@web. de zuletzt überarbeitet am 08.10.2005 |