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Flachbetthobel

Die Konstruktion für diesen Hobel wurde angeregt durch den Flachwinkelhobel Nr. 62 von Lie Nielsen und den Holtey Nr. 98.

Das 3D-Modell wurde durch Veränderungen aus dem 3D-Modell meiner "Weiterentwicklung des Norris-Infills" erzeugt. Hierzu wurde die Maße geändert und das keilförmige Eisenbett ergänzt.

Das Eisen liegt auf einem massivem Eisenbett mit einem Winkel von 23°, so dass sich durch unterschiedlich angeschliffene Eisen unterschiedliche Spanwinkel erzielen lassen. Ich habe für diesen Hobel das Eisen des Nr. 62 von Lie Nielsen verwendet, so dass sich ein Spanwinkel von 48° ergibt.

Besonders vorteilhaft an diesem Hobel erscheint mir, die Möglichkeit unterschiedliche Spanwinkel erreichen zu können, da das Eisen mit der Spiegelfläche nach unten auf dem Eisenbett liegt. Hierfür wird das Eisen mit einem anderen Spanwinkel angeschliffen 

Das Eisen wird durch eine Rändelschraube M6x0,5 zugestellt, was sich als ausreichend feinfühlig erwiesen hat.

Der Hobel ist aus massivem Messing gefräst. Für die Werkstoffwahl sprach diesmal die gute Zerspanbarkeit von Messing. Nach dem Fräsen wurde der Hobel auf ein Flachschleifmaschine eben und winklig geschliffen.

Der erste Entwurf, den ich nicht weiter verfolgt haben, sah eine Plattenbauweise vor: allerdings nicht die traditionelle Bauweise mit den Schwalbenschwanzverbindungen, sondern ich hatte vor, die Platten durch Stifte und Schrauben zu verbinden. Diese Technik werde ich bei dem großen Simshobel ausprobieren.

Um die Oberfläche des relativ weichen Messings zu schützen wurde der Hobel galvanisch  hartverchromt.

Der Hobel ist mit einer Schiebeplatte ausgestattet, so dass das Hobelmaul eingestellt werden kann. Geklemmt wird die Schiebeplatte, wie auch bei meinen anderen Konstruktionen durch den vorderen Griff mit Schrauben.

Der Hobel hat eine Länge von 30cm und wiegt ca. 4kg.

Hier kann man das gefräste Eisenbett sehen:

Hier die Unterseite mit montierter Schiebeplatte:

Meine ersten Erfahrungen mit dem Hobel sind beeindruckend. Allein durch sein Gewicht gleitet er souverän über das Holz. Die großen Griffe ermöglichen ein sicheres und bequemes Handling.

Interessant wird es sicherlich, wenn ich mit unterschiedlichen Spanwinkeln experimentieren kann.

Mittlerweile ist der Hobel mit einem  6mm dicken PM-HSS-Eisen ausgerüstet, was die Performance noch mal gesteigert hat!

 

 

 

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Copyright © 2004 Rolf Schmid

zuletzt überarbeitet am 08.10.2005