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Infillhobel mit japanischen EisenJapanische Hobel werden gezogen und besitzen ein dickes handgeschmiedetes Hobeleisen. Nach meiner Erfahrung sind die japanischen Hobeleisen den westlichen in Schärfe und Schnitthaltigkeit überlegen. Allein das "Zsssst" wenn die Klinge schneidet...... So lag es nahe, die Vorzüge des traditionellen Kanna (Hobel auf Zug, und das Hobeleisen) mit der westlichen Bauweise aus Stahl oder Messing zu kombinieren. Steve Knight in Amerika, war hier meine erste Anlaufstelle. Er kam anscheinend als erster auf die Idee, ein japanisches Eisen für einen Infill-Hobel zu verarbeiten. Er war sehr geduldig mit mir und meinen Vorstellung insbesondere der Griffe, aber als meine Holzmodelle schließlich 6 Wochen auf dem Postwege zu Ihm verschollen waren, entschloß ich mich einen seiner japanischen Holz-Hobel zu Kaufen, von dem ich auch begeistert bin, er ist nämliche wunderbar leicht, im Vergleich zu meiner eigenen Konstruktion:
Bild: Holzhobel von Steve Knight mit japanischen Eisen Aber der Gedanke an eine "Infill mit einem japanischen Hobeleisen" ließ mich nicht los. Und ich hatte mir ja auch schon einige Gedanken mit den Griffen gemacht:
Bild: Entwurf der Holzgriffe zum Ziehen des Hobels
Bild: Entwurf der Holzgriffe zum Schieben des Hobels Konstruktion des Japanischen Infills
Der nächste Schritt war die Konstruktion mit Hilfe eines 3D-CAD-Models:
Übrigens wurde meine "Weiterentwicklung des Norris-Hobels" von mir durch ein paar Veränderungen aus diesem Modell erzeugt. Das Hobelmaul ist mit einer Schiebeplatte einstellbar und wird durch den vorderen Griff hindurch mit Schrauben geklemmt::
Nach den Zeichnungen wurde der Hobel dann aus dem Vollen gefräst und anschließend geschliffen: (Traditionell mit einer Tasse japanischen grünen Tees im Hintergrund!)
Er wiegt 3500g . Aber mit den großen Griffen kann ich ohne Probleme zupacken und den Hobel ziehen oder schieben. Hier sieht man die demontierte Schiebeplatte:
Das Eisen wird zwischen dem hinteren Griff einer Holzzwischenlage durch die Messingschraube, die durch eine schwenkbare Klappe geschraubt wird, festgeschraubt. Das erspart mir, auf den Holzgriff ( aus Padouk) zuschlagen, um das Eisen zurückzuziehen.
Meine Erfahrungen:Der Hobel ist zwar schwer, aber er läßt sich gut ziehen und schieben. Die rechte Seite des vorderen Griffes, die ich eigentlich zum greifen beim Ziehen gedacht hatte, benutzte ich nicht, sondern ich greife auch beim Ziehen des Hobels außen.
Tja und die Späne...... Besser als bei meinem Norris-Infill, was meines Erachtens an dem Japanischen Hobeleisen liegt. Das und das satte Gewicht lassen Ihn souverän über alles hinweggleiten, kein Flattern oder keine Vibrationen oder das Stuckern, dass mich immer bei meinem Record #4 genervt hat.
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RoSchmid@web. de zuletzt überarbeitet am 08.10.2005 |