 |
Beim Hobeln der Birke habe ich die Vorzüge eines noch
höheren
Anstellwinkels als 50° für das Hobeleisen kannengelernt. Bei dieser Rauhbank
möchte ich nun die Vorzüge eines langen Hobels und des hohen
Anstellwinkels (60°) vereinen. Zusätzlich soll das Hobelmaul noch einstellbar
sein, obwohl bei zunehmendem Winkel wohl die Bedeutung des Hobelmaules
abnimmt, aber ich suche ja immer nach Lösungen für ein einstellbares
Hobelmaul...... |
 |
In dem Buch "Wooden Planes" wird so ein Hobel als
Putzhobel beschrieben.
Hinten ist der Hobel verleimt, vorne ist das Mittelstück in den
Seitenwangen verschiebbar. Das Mittelstück hat hierfür 2 Langlöcher (in
dem Modell noch nicht zu sehen!), so dass das Hobelmaul eingestellt werden
kann. |
 |
Der Hobel wird aus IPE gefertigt. Es ist mit einer der
härtesten Hölzer ( auch als Ironwood bekannt). Es ist sehr formstabil,
schwer (nicht unbedingt ein Vorteil) und widerstandsfähig.
Hier ist der Block noch mit ein paar Sägemarken zu sehen.
The plane is made of IPE
|
 |
IPE läßt sich nur schlecht hobeln. Nur mit sehr scharfen
Hobeleisen und den Infills konnte ich einigermaßen gute Ergebnisse
erzielen
Sonst habe ich den Schabhobel benutzt, diesmal mit der dicken Klinge
aus A2-Stahl. IPE is not
easy to plane so I finished with a scraper plane.
|
 |
Hier kann man gut die widrigen Faserverläufe und die damit
verbundenen Ausrisse sehen.
IPE erzeugt bei der Verarbeitung einen "goldenen"-gelben
Staub, der nicht nur durch die Zerspanung zu entstehen scheint, sonder
auch in den kleinen Hohlräumen sitzt? Here
you can see the nasty tearout (This is exactly why I am building the High
angle jointer)
|
 |
Hier kann man schon das Mittelstück und die beiden
Seitenwangen sehen.
Main body and the two
side parts.
|
 |
Nach mehreren Hinweisen, habe ich jetzt doch kein
verschiebbares Mittelstück benutzt (das kommt bei dem Putzhobel dran!).
Bei einem Bettwinkel von 60° scheint es nicht notwendig zu sein
Hier eine erste Probemontage, um die Bohrung für den Stift der
Klappe zu bestimmen.
Testing the assembly
|
 |
Das sind die Einzelteile
Das Eisen ist ein Eigenanfertigung. Es ist 6mm dick und aus einem
pulvermetallurgischen HSS Stahl (HRC 64).
Es wurde 3x angelassen und Kyrogenisch behandelt (kältebehandlung) All
parts of the plane before gluing.
I made the blade of 6mm thick PM HSS
steel (HRC 64). |
 |
Hier sieht man die beiden Gewindebuchsen, damit habe ich mir
für später die Möglichkeit offengehalten,durch eine Platte die
Maulweite zu verstellen, den Absatz muss ich dann wegestemmen.
Das Holz war so hart, dass ich mit einem Gewindeschneider das
Außengewinde vorschneiden mußte (M10) |
 |
Probemontage:
Hier werden alle Teile genau ausgerichtet.
the parts were exactly adjusted.
|
 |
Hier habe ich festgestellt, das das Eisenbett nicht genau
rechtwinklig zu den Seiten war, also noch mal nachhobeln!
I noticed that the bed
of the iron was not square to the sides..
|
 |
Kontrolle, ob die Sohle plan ist. |
 |
Alles ist ausgerichtet, jetzt werden die Zentrierbohungen
für die Zentrierstifte gebohrt (8)
As all parts are
allinged I secured them with nails in predrilled wholes
|
 |
Hier kann man gut die Zentrierstifte sehen. Sie verhindern
beim Leimen ein Verrutschen der Teile.
Here you can see the all
the nails
|
 |
Leimen.......
Vorsichtshalber habe ich nach kurzer Zeit die Zentrierstifte gezogen,
nicht dass sie kleben....
and glueing...
|
 |
Probemontage des Eisen nach dem Leimen.
Jetzt müssen die Seiten noch auf Maß gesägt werden ( sie waren
breiter für den ursprünglich vorgesehen Verstellmechanismus) |
 |
Nach dem Absägen der Seitenwangen, wurde die Hobelsohle mit
dem Schabhobel abgerichtet.
Danach produzierte der Hobel immer nur auf einer Seite des Eisen
Späne. Nach mehrmaligem vergeblichem Einstellen des Eisen kontrollierte
ich die Hobelsole vor dem Eisen und sie war ballig, der Hobel konnte also
gar nicht auf der ganzen Eisenbreite Späne produzieren.
Mit einer Ziehklinge habe ich vorsichtig die Sohle korrigiert und
danach den Feinschliff auf einer Granitplatte mit Schleifpapier
vorgenommen.
the first testing
shavings...
|
 |
Dann stand das Anfertigen des Griffes an....
Ich habe den Griff aus Birke gemacht, da mir das IPE-Holz dafür zu
schade war.
Am Ende des Griffes kann man unten einen Winkel sehen. Der Griff wird
hiermit formschlüssig in die Nut eingelassen und braucht dann nur noch
vorne verschraubt werden.
The tote is made of
birch.
|
 |
Die Nut habe ich mit Hilfe der Woodrat eingefräst.
Die Ecken mit einem Stechbeitel rechtwinklig bestoßen und dann die
hintere Nut winklig hinterschnitten.
the slot for the tote
was made with the Woodrat
|
 |
Da die Nut etwas schmaler als der Griff ist, habe ich mit
meinem Stanley #78 (sein erster Einsatz!) auf beiden Seiten einen kleinen
Absatz gehobelt. mit den beiden Anschlägen ging das wirklich sehr gut!!!
As the slot for the tote
was slighty to narrow, I used my Stanley #78 to adjuste the tote ( a
wonderfull tool)
|
 |
Der Griff ist verschraubt.
Tote is secured at the
rear with a tapered end and screwed to the body
|
|
|
 |
Hier kann man sie im Vergleich zu der Umlia Rauhbank sehen (nach dem
Einölen). |
 |
Das planschleifen der Sohle war nicht ganz einfach, aber
schließlich produzierte der Hobel fast gleichmäßige Späne über die
ganze Eisenbreite.
Hier ist der erste Versuch mit meiner widerspenstigen Birke zu sehen.
Es entstanden nur sehr geringe Ausrisse, die schnell mit dem Schabhobel
entfernt werden konnten.
only some small tearouts
easely removed with my scraper plane
|
 |
Auch bei IPE hat sich der Hobel bewährt. |
|
|
|
|