Home Hobel Hobeleisen Projekte Design Tricks Woodrat Links Inhalt
 

Neu

Nach oben
Schärfen von Zieklingen
 
   


Gästebuch

 

Schabhobel (Endlich keine Ausrisse mehr!)

Bei meinem ersten Bearbeitungversuch von Birke, war ich leicht entnervt, weil der Faserverlauf "Achterbahn" in meinen Brettern fährt.

Schon beim Abrichten des Brettes habe ich große Ausrisse bekommen. Das Putzen mit meinen Infills mit engem Maul und scharfem Eisen funktioniert zwar gut, aber bis ich da Holz runter kriege dauert es Ewigkeiten. Auch mit dem Blockplane ging es, aber sobald ich die Spandicke etwas großzügiger einstellte, gab es wieder Ausrisse.

Also packte ich zum ersten Mal meinen neuen Schabhobel von Veritas aus. Zuerst gings in die Küche um das Hobeleisen (besser die Ziehklinge) an der Spiegelseite und der Fase zu schärfen und dann im Schraubstock mit einem Ziehstab den Grat anzuziehen. Da ich schon Erfahrungen mit Ziehklingen hatte war das kein Problem.

Das Einstellen der Klinge im Hobel gestaltete sich einfach. Auf dem Brett die Ziehklinge in den Hobel stecken, bis sie unten auf dem Holz steht, Die Klinge einklemmen und dann vorsichtig nach vorne Kippen mit dem Neigungsmechanismus, bis die Klinge fasst.

Ich habe schon oft mit Ziehklingen gearbeitet, und habe sie schätzen gelernt, aber was nun kam, hat mich doch begeistert:

Hier findet ihr eine kurze Beschreibung zum Schärfen von Ziehklingen

Ich hatte nicht erwartet, dass der Schabhobel richtige lange Späne produziert. Da der Hobel sehr breit ist gleitet er schön über das Brett.

Da die Klinge eher schabt als schneidet, ist die Charakteristik beim Hobel weicher, man spürt die Nachgiebigkeit der Klinge

Die Späne sind je nach Einstellung des Schabhobels zwischen 0,08-0,03 mm dick.

Die Klinge hat einen Winkel von 95°.

Selbst bei den schwierigsten Sellen, scheint die Richtung des Faserverlaufes keine Rolle zu Spielen, der Hobel schab alles weg.
...nach dem Einsatz des Hobels: keine Ausrisse mehr.
Was mich noch mehr erstaunte, war die Abtragleistung, die einem normalen Hobel in nichts nachsteht!

Und das ist das Ergebnis. Eine seidig glänzende Oberfläche, eben und ohne Ausrisse.

Einen kleinen Wermuttropfen gibt es allerdings, die Klinge bleibt nicht allzu lange scharf.

Ich habe auch noch die dicke Klinge, an der kein Grat angezogen wird. Ich bin schon gespannt, was für Eigenschaften, diese Kombination im Schabhobel hat.........

Jetzt war ich doch neugierig geworden. An der markierten Stelle hatte mein Schlichthobel ein ordentliches Stück herausgerissen. (Auf dem Photo ist die Stelle schon mit dem Hobel glattgehobelt.)

 Der einzige Hobel mit einem steilen Anstellwinkel ist ein Zahnhobel von Ulmia. Er wurde früher zum Anrauhen vor dem Leimen verwendet. Das Zahneisen ist auf dem Bild zu sehen.

Ich habe es gegen ein normales Eisen getauscht und konnte damit ähnliche Resultate wie mit dem Schabhobel erzielen. Es lässt sich allerdings schlechter schieben, aber die Stelle konnte ich ohne Probleme glatt hobeln.

Der Spanwinkel beträgt 75°.

 

Mittlerweile hat sich das Schruppen mit dem Zahnhobel bewährt. Allerdings lässt er sich mit 75° Spanwinkel recht schwer schieben.

Als nächstes werde ich eine Rauhbank und einen Putzhobel mit 60° Spanwinkel bauen.

 

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: RoSchmid@web. de
Copyright © 2004 Rolf Schmid

zuletzt überarbeitet am 08.10.2005